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29.06.2025

Kolpingwerk Land Oldenburg feiert Tag der Treue in Holdorf

Der Tag der Treue am 28.06.2025 in Holdorf begann offiziell mit der Feier der heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Zelebriert wurde diese vom Landespräses Stefan Jasper-Bruns mit Pfarrer Bernd Strickmann.
In seiner Predigt zum Thema „ Salz der Erde „ betonte der Landespräses, dass wir als Christen eine besondere Rolle in der Welt haben. Wir sollen wie Salz wirken, das Geschmack und Haltbarkeit bringt und wie Licht, das Orientierung und Klarheit schenkt. Dieser Satz sei Ausdruck für Wertschätzung. Mit Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit könne jeder Einzelne einen positiven Beitrag in der Gesellschaft leisten und damit wichtiger Bestandteil des Lebens sein und eine wertvolle Funktion in der Gesellschaft einnehmen. Hierzu rief er alle Kolpingschwestern und Kolpingbrüder in Anlehnung an den oft zitierten Satz von Adolph Kolping 'Die Nöte der Zeit werden uns lehren, was zu tun ist' auf.

Nach der Messe ging es in den Gasthof 'Zur Post', wo der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Holdorf, Bernd von Lehmden, 162 angemeldete Kolpingschwestern und Kolpingbrüder begrüßen konnte, sowie die Landesvorsitzende Gaby Kuipers, Landespräsens Stefan Jasper-Bruns, Pfarrer Bernd Strickmann, den stellvertretenden Bürgermeister von Holdorf, Herrn Mario Stickfort, sowie den Festredner Stephan Christ, seit 2022 MdL für die Fraktion das Bündnis 90/Die Grünen.
Der stellvertretende Bürgermeister wies auf die Vorzüge seiner Heimatgemeinde hin, wo viele mittelständige Unternehmen angesiedelt seien, so dass man nicht von einem Großunternehmen abhängig sei und darauf, dass Holdorf flächenmäßig mit den dazugehörenden Gemeindeteilen in den letzten Jahren stark gewachsen sei und mittlerweile über 7700 Einwohner habe. Auch das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen und Verbänden, wie der Kolpingsfamilie, in seiner Heimatgemeinde hob er hervor.

Anschließen hielt Stephan Christ sein Festreferat zum Thema 'Leben in krisenhaften Zeiten – was ein friedliches Miteinander heute braucht'.
Er wies darauf hin, dass wir in der Welt immer mehr Krisen und Herausforderungen zu bewältigen haben. Die Zeit sei schnelllebiger und digitaler geworden. In vielen Staaten auf der Welt würde die Demokratie, die über Jahrzehnte von vielen als selbstverständlich und unerschütterlich angesehen worden war, immer mehr bröckeln. Autokratie als Herrschaftsform in Staaten würde immer mehr zunehmen und über mehrere Jahre anhaltende Kriege, wie in der Ukraine und in Gaza, seien keine Ausnahmen mehr.
Frieden müsse erarbeitet werden. Es fordert Empathie und Verantwortung im Umgang mit Mitmenschen und im Alltag. Nur so sei Frieden möglich, da Frieden kein Zustand sei.
Auch Politik könne dazu beitragen, Frieden zu schaffen bzw. ihn zu erhalten. Zwar könne die Politik keine Empathie per Gesetz verordnen, sie könne aber sehr wohl Rahmenbedingungen dafür schaffen, indem sie Chancengleichheit schaffe und Unterdrückung von Minderheiten nicht zulasse. Politik im Kleinen sei gefragt. Er rief auf, politisch zu sein und machte deutlich, dass dieses nicht unbedingt parteipolitisch sein müsse. Selbst Tätigkeit im Ehrenamt, wie in den Kolpingsfamilien, sei politisches Engagement.
Den schwierigen Zeiten, in denen wir momentan leben würden, seien wir aber nicht hilflos ausgeliefert. Mit Begegnungen und respektvollen Haltungen könne jeder Einzelne Frieden mitgestalten, so Stephan Christ.

Im Anschluss an den interessanten Redebeitrag folgte das gemeinsame Mittagessen.

Das Nachmittagsprogramm wurde mit informativen Rundfahrten durch die Gemeinde Holdorf sowie mehreren dazugehörenden Ortsteilen, wie Langenberg, Handorf, Fladderlohausen etc. in 3 Bussen sowie einer Personengruppe, die mit 10 Personen das Wasserwerk besichtigte, eröffnet.

Die Kaffeetafel mit selbstgebackenen Kuchen wurde durch Dr. Heinrich Wübbelmann alias Heinz Erhardt sehr unterhaltsam abgerundet, ehe der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Holdorf Bernd von Lehmden und Hannelore Lücking aus dem Kolping 60Plus Team die Veranstaltung mit dem Kolpinglied beendeten.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle der Kolpingsfamilie Holdorf für die hervorragende Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Veranstaltung.


Text und Bilder: Monika Südbeck-Hörmeyer

 
 
 
 

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