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11.11.2025

Mitgliedschaft in der AfD unvereinbar mit Kolpingmitgliedschaft

Vom 07. - 09. November 2025 fand mit knapp 300 Teilnehmenden die Kolping Bundesversammlung in Köln statt. Unter den Delegierten nahmen mit Gaby Kuipers, Wolfgang Vorwerk und Andreas Bröring auch drei Kolpingvertreter aus dem Land Oldenburg teil.

Inhaltlich hat Kolping Deutschland mit überwältigender Mehrheit entschieden, eine AfD-Mitgliedschaft für unvereinbar mit einer Zugehörigkeit zum Verband zu erklären. Eine entsprechende Satzungsänderung ermöglicht künftig den Ausschluss von Mitgliedern, die in Wort oder Tat Positionen vertreten, die den Grundsätzen und dem Leitbild von KOLPING widersprechen.

Kolping Deutschland, der katholische Sozialverband mit rund 200.000 Mitgliedern bundesweit, hat auf seiner Bundesversammlung klargestellt: Die Ziele und das Selbstverständnis von Kolping Deutschland stehen im grundsätzlichen Widerspruch zu den programmatischen Positionen und dem politischen Handeln der AfD. Durch Änderung der Satzung ist zukünftig der Ausschluss von Mitgliedern möglich, wenn sie in Wort und Tat zum Ausdruck bringen, dass sie an Überzeugungen festhalten, die mit den Werten von Kolping Deutschland unvereinbar sind oder dem von der Bundesversammlung beschlossenen Leitbild widersprechen.

„Kolping Deutschland steht für eine offene, solidarische und menschenfreundliche Gesellschaft. Wer die Würde des Menschen und die Grundwerte des Evangeliums ernst nimmt, kann keine Politik unterstützen, die ausgrenzt, spaltet und Angst schürt,“ erklärt Ursula Groden-Kranich, scheidende Bundesvorsitzende von Kolping Deutschland.

In der Begründung des Antrags heißt es, zahlreiche Positionen und Äußerungen führender AfD-Vertreter*innen stehen im Widerspruch zu den Grundprinzipien der katholischen Soziallehre, zur Würde des Menschen und zu der zukunftsorientierten, weltoffenen Haltung des Verbandes.

Mit dem Beschluss verpflichtet Kolping Deutschland seine Mitglieder zur Klarheit:
Wer Mitglied in der AfD ist, kann nicht zugleich Mitglied bei Kolping Deutschland oder einer seiner Gliederungen bleiben. Kolping unterstreicht damit sein Selbstverständnis als demokratisch verfasster katholischer Sozialverband, der sich zu den Werten des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland bekennt und für Demokratie, Vielfalt und Menschenwürde einsetzt – in Deutschland und weltweit.

Auch Wahlen für die Verbandsleitung standen bei der alle vier Jahre stattfindenden Bundesversammlung an. Klaudia Rudersdorf erhält für die Wahl zur Bundesvorsitzenden die Zustimmung einer breiten Mehrheit der Delegierten. Nach den zahlreichen Ämtern, die sie bereits erfolgreich ausgeübt hat – unter anderem als stellvertretende Bundesvorsitzende – hat sie immer wieder durch ihre Kompetenz, ihr Engagement und ihre Herzlichkeit überzeugt. Als stellvertretende Bundesvorsitzende wurden Michaela Brönner und Sven-Marco Meng gewählt.

Zum neuen Bundespräses wurde Pastor Sebastian Schulz gewählt, der zurzeit noch als Diözesanpräses des Kolpingwerkes Diözesanverband Paderborn tätig ist. Als Geistliche Leiterin wurde Maria Adams bestätigt.

„Ich möchte als Seelsorger bei den Menschen sein, das hat mich zu Kolping geführt. Unser Leitbild, das aufzeigt, wie wir Kirche mitgestalten können, hat mich motiviert, für das Amt zu kandidieren. Kolping hat eine starke Botschaft für die heutige Zeit. Kolping kann den Menschen geistliche Heimat und Perspektive geben“, sagte Schulz. Er folgt im Amt des Bundespräses auf Hans-Joachim Wahl, der in seine Heimatdiözese zurückkehrt.

Bundesversammlung Köln 07.-09.11.2025
Bundesversammlung Köln 07.-09.11.2025
 
 
 
 
 

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