10.03.2026
In der Lagerhalle der Familie Moormann in Essen stapeln sich Paletten mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Erstmalig wird vom Kolpingwerk Land Oldenburg ein Hilfsaktion für die Ukraine ausgerichtet. „Die Idee dazu wurde im Dezember im Fachausschuss 'Internationalität & Eine Welt' entwickelt. Nach Rücksprache mit Markus Demele, Generalsekretär von KOLPING International, wurde sehr schnell der direkte Kontakt mit dem Geschäftsführer Vasyl Savka von KOLPING Ukraine aufgenommen, der sehr dankbar war, dass wir die Menschen im mittlerweile vierten Kriegsjahr unterstützen möchten. Besonders in der kalten Jahreszeit in der Strom- und Wasserversorgung völlig zusammengebrochen sind, fehlte es an vielen Dingen des täglichen Lebens. Wir bekamen dann eine Liste mit den wichtigsten Hilfsgütern, die dort fehlen,“ berichtet Andreas Bröring, Geschäftsführer Kolping Land Oldenburg.
Von Mitte Januar bis Mitte Februar wurde ein Aufruf für Geldspenden gestartet, der über die Kolpingsfamilien, Pfarrnachrichten und Zeitung verbreitet wurde. In diesen vier Wochen kamen über 27000 Euro zusammen. „Wir haben Einzelspenden und Kollekten Gelder bekommen. Überwiegend waren es aber Kolpingmitglieder, die gespendet haben,“ so Andreas Bröring. Von den Geldspenden wurden u. a. Lebensmittel- und Hygieneartikel gekauft.
Jetzt haben 30 Mitglieder aus dem Fachausschuss 'Internationalität & Eine Welt´ und der Kolpingsfamilie Essen Pakete „am laufenden Band“ gepackt. „Wir packen heute rund 400 Pakete mit einem Gesamtgewicht von etwa 6 Tonnen. Mehr ist wegen des vorgeschriebenen Zulassungsgewicht des Transportfahrzeuges nicht möglich,“ informiert Christoph Freese vom Landesfachausschuss 'Internationalität & Eine Welt'.
In der Ukraine wurde angefragt, ob noch weitere Hilfsgüter erforderlich sind. Nach der Rückmeldung sollen zusätzlich Ladestationen, die kurzfristige Stromausfällen kompensieren können, im Wert von jeweils rund 1000 Euro sowie zwei Paletten gespendeter medizinischer Hilfsgüter mitgenommen werden. Von der Kolpingzentrale in Czernowitz erfolgt die Weiterleitung in die Regionen, die besonders hilfsbedürftig sind. Die fleißigen Hände der Helferinnen und Helfer schafften es die Paket in gut vier Stunden versandfertig zu machen.
Ein besonderer Dank ging an die Familien Moormann und Anneken sowie an den Essener Heimatverein, der das Heimathaus für die Verpflegung des Helferteams zur Verfügung stellte. „Ihr habt mit eurer Arbeit ein wichtiges Signal an die Menschen in der Ukraine gesetzt. So wissen sie, dass sie nicht vergessen sind und an sie gedacht wird,“ bedankte sich Andreas Bröring zum Abschluss der Paketaktion. Nach dem Verladen wird der Hilfstransport am Ostermontag mit in die Ukraine starten.
Text: Clemens Sperveslage & Andreas Bröring
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