14.04.2026
Wenige Tage, nachdem wir von unserem Hilfstransport zum Kolping Hauptsitz in Czernowitz wieder zurück in Deutschland sind, erhalten wir über Vasyl Savka, Geschäftsführer von Kolping Ukraine, erste Informationen und Bilder über die Auslieferung und Weitergabe unserer Hilfspakete. 120 Pakete wurden nach Dnipro, Charkiv und Zaporizhia gebracht. Dort wurden sie von den Familien und deren Kinder in Empfang genommen.
Die Fotos zeigen einige Kinder, deren Familien mit Paketen versorgt wurden. Auch unter ihnen befinden sich Kinder, die besonders hart vom Krieg betroffen sind. Eines der Kinder hat eine Behinderung und im Krieg ihren Vater verloren, der an der Front gefallen ist.
Nur kurze Zeit nachdem die Hilfspakete in Dnipro überbracht wurden, erlitt die Stadt Dnipro einen der heftigsten russischen Luftangriffe, bei dem 17 Menschen getötet wurden. Über Vasyl Savka, dem Geschäftsführer von Kolping Ukraine erfuhren wir, dass er mit der Kolpingsfamilie in Dnipro und weiteren Partner telefonieren konnte und diese dort beim Luftangriff nicht verletzt wurden.
Am 22. April 2026 haben uns über Kolping Ukraine weitere Bilder erreicht. Sie zeigen Familien aus Dnipro und Sumy. Vasyl Savka informiert uns in diesem Zusammenhang darüber, dass beide Städte zum Zeitpunkt der Hilfszulieferung schön länger stark angegriffen werden. Wir hoffen sehr, dass unsere kleine Zuwendung in dieser so bedrückenden und gefährlichen Zeit ein wenig Trost und Hoffnung spenden können.
Nun haben uns weitere Bilder und Informationen über Vasyl Savka, dem Geschäftsführer von Kolping Ukraine erreicht. Am 29. April sind weitere Pakete in die Stadt Charkiv geliefert worden. Hier wurden sie an Familien in der umkämpften Region verteilt.
Charkiw liegt im direkten Frontgebiet des Ukraine-Krieges. Als zweitgrößte Stadt der Ukraine, nur etwa 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt, ist sie seit Kriegsbeginn 2022 ständigen Angriffen ausgesetzt. Besonders seit Mai 2024 ist die Region Schauplatz neuer russischer Offensiven. Die Stadt wird seit Wochen regelmäßig mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen angegriffen, wobei die Warnzeit oft weniger als eine Minute beträgt.
Die Auslieferung und Verteilung erfolgt auch aus diesen Gründen in enger Abstimmung mit den örtlichen Behörden und unter Mithilfe von Polizei und Militär. Einige Bilder zeigen dieses Mal Fotos, auf denen Polizisten oder Soldaten zu sehen sind. Denn einige Pakete wurden auch an Familien von Soldaten, die als Drohnen-Jäger im Einsatz sind, verteilt.
Wir sagen an dieser Stelle erneut ein herzliches Dankeschön allen, die es uns mit Ihrer Spende ermöglicht haben, diese und noch viele weitere Pakete zu Kolping Ukraine zu bringen. Von dort wurden und werden sie an viele Familien und alte Menschen verteilt. Hilfe, die ankommt und ein wenig Trost und Hoffnung spendet.
Unterstützen Sie uns.
Kolpingwerk Land Oldenburg
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