21.05.2025
Unser Kolpingwerk Land Oldenburg hatte in Kooperation mit dem Kolpingwerk Diözesanverband Münster zu einer Fahrt nach Esterwegen eingeladen. 27 Teilnehmende informierten sich im ehemaligen Konzentrationslager Esterwegen darüber, unter welchen Umständen in den insgesamt 15 Emslandlagern die bis zu 10.000 KZ-Häftlinge eingesperrt wurden. Von 1933 bis 1936 war das Lager in Esterwegen ausschließlich für KZ-Häftlinge bestimmt, ab 1936 wurde es dann ein Lager für Straf- und später für Kriegsgefangene.
Im ehemaligen Lager finden sich keine Bauten und Mauern mehr im Originalzustand. Aber Gedenktafeln an wenigen verbliebenen Mauerresten und das nachempfundene 7 Meter hohe Eingangstor aus rostendem Eisen lassen nachempfinden, unter welchen Umständen die Menschen zwischen 1933 und 1945 dort gefangenen gehalten wurden. Anstelle der ehemaligen Holzbaracken wurden entsprechend deren damaliger Größe Buchenhecken gepflanzt.
Viele Jahre nach Kriegsende wurde die Erinnerung an die Emslandlager verdrängt und drohte in Vergessenheit zu geraten. Heute steht die Gedenkstätte Esterwegen als der zentrale Erinnerungsort für das vielfältige Leid, dass Menschen in den Emslandlagern während der NS-Zeit widerfahren ist.
'Wir tragen keine persönliche Schuld an dem, was damals auch in diesen Lagern geschehen ist, aber wir tragen eine Verantwortung dafür, dass sich das nicht wiederholt', so ein zentrales Fazit des Tages. Jetzt, wo es immer weniger Zeitzeugen gibt, die darüber berichten können und 80 Jahre nach Kriegsende, wird diese Erinnerungskultur immer wichtiger.
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