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16.03.2026

Delegiertenversammlung und JDV Kolpingwerk Land Oldenburg am 14.03.2026 in Wilhelmshaven

Am 14.03.2026 fand die Delegiertenversammlung und JDV des Kolpingwerkes Land Oldenburg im Forum der Franziskusschule in Wilhelmshaven statt.

Zu Beginn der Veranstaltung stand die Andacht, vorbereitet vom Landespräses, Pfarrer Stefan Jasper-Bruns, dem geistlichen Verbandsleiter Heinz Kranz sowie von Annika Torbecke aus der Kolpingjugend , welche unter dem Motto Solidarität stand.
In seiner Predigt forderte der Landespräses die anwesenden Kolpingschwestern und Kolpingbrüder zu Solidarität auf und machte deutlich, dass es Auftrag der Kirche sei, an die Ränder zu gehen, damit Liebe nicht nur ein Wort, sondern Worte und Taten seien entsprechend dem Leitsatz des Kolpingwerkes „ Verantwortlich leben – Solidarisch handeln“ und den Zitaten von Adolph Kolping „ Tut jeder in seinem Kreise das Beste, wird's bald in der Welt auch besser aussehen „ bzw. „ Der Mensch ist soviel wert, wie sein Herz wert ist“.

Die Landesvorsitzende Gaby Kuipers und Carolina Moreira Killmann von der Landesleitung der Kolpingjugend konnten 94 Delegierte aus 30 Kolpingsfamilien begrüßen.
Dem Grußwort des Vorsitzenden Eckhard Stein von der Kolpingsfamilie Wilhelmshaven schloss sich ein Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Wilhelmshaven, Carsten Feist, an. Die Stadt Wilhelmshaven habe 80.000 Einwohner und 400 Vereine , in denen sich 20.000 ehrenamtlich engagieren würden, demnach jeder 4.
Er habe in Vorfeld recherchiert, dass eine Kolpingsfamilie eine katholische Gemeinschaft vor Ort sei, die sich für Glaube, Bildung, soziale Verantwortung und Gemeinschaft einsetze und genau diese Werte müssten heute mehr denn je wiederbelebt und gefördert werden, in einer Zeit wo das „Ich“ immer mehr Gewicht bekommen hätte und das „Wir“ immer stärker in den Hintergrund getreten sei.
Er könne Kolping in 4 Begriffen zusammenfassen und assoziiere Kolping damit: Vorbildfunktion, Mutmacher, Demokratieschützer und Kirchenschützer.

Anschließend referierte der stellevertretende Bundesvorsitzende Sven-Marco Meng zur Einstellung der Aktion 'Mein Schuh tut gut', der verabschiedeten neuen Mustersatzung für Kolpingsfamilien sowie dem Beschluss der Unvereinbarkeit einer Mitgliedschaft bei Kolping und einer Mitgliedschaft in der AFD.

Die Aktion „ Mein Schuh tut gut“ sei 2015 auf dem Kolpingtag in Köln ins Leben gerufen worden. Bis heute habe man insgesamt 1,8 Millionen Schuhe gesammelt und 23.000,00 EUR an Erlös damit erzielt. Das erwirtschaftete Geld würde in die Zustiftung Kolping International Foundation gehen, um damit langfristige Renditen erwirtschaften zu können. Unterstützt werde damit Kolping International. So könne damit Hilfe zur Selbsthilfe in den Entwicklungsländern geleistet werden, indem z.B. Berufsbildung und Familienförderung unterstützt werden. Der Bundesvorstand habe sich zur Beendigung der Aktion entschlossen weil die Absatzmärkte weggefallen seien und eine Verwertung nicht mehr gegeben sei.

Auf der Bundesversammlung im November 2025 sei zudem eine neue Mustersatzung für die Kolpingsfamilien verabschiedet worden, welche die bis dahin 6 bestehenden Mustersatzungen ablösen soll. Hier habe man auf eine Veränderung der Kolpingsfamilien reagiert und die Satzung verschlankt. Der Wechsel zwischen dem klassischen Vorstandsmodell auf das Leitungsmodell wurde erleichtert. Da es für viele Kolpingsfamilien inzwischen schwierig geworden sei, einen Vorstand zu besetzen, sei die Größe des Vorstandes angepasst worden und auch eine Vielfalt in der Besetzung der Ämter möglich gemacht worden.
Zudem wurde die Präambel geändert und der § 8a, der sich mit dem Ausschluss von Mitgliedern befasst, eingeführt.

In der Bundesversammlung wurde zudem beschlossen, dass eine Mitgliedschaft bei Kolping und eine Mitgliedschaft in der AfD unvereinbar seien, weil die Ziele der AfD nicht mit dem Leitbild von Kolping übereinstimmen würden.
Während von der Kirche die klare Wertehaltung nach dem Beschluss begrüßt wurde, gab es auf den Social Medien auch Kritik an diesem Beschluss.
Bereits 2023 hatte Kolping klargestellt, dass die Positionen der AfD sich nicht mit den verbandlichen Gedanken von Kolping vereinbaren lassen.
2025 habe es dann auf der Bundesversammlung den Unvereinbarkeitsbeschluss gegeben und im Februar 2026 den ersten Ausschluss.
Zum Procedere, wie der verbandsrechtliche Ausschluss erfolge, erklärte er, dass man dem Mitglied einen Monat vor dem Ausschlussbeschluss informieren müsse mit der Möglichkeit zum beabsichtigten Ausschluss Stellung zu nehmen. Gegen den Beschluss selbst habe das Mitglied dann 1 Monat Zeit hiergegen Einspruch einzulegen und dann entscheidet das Schiedsgericht binnen 4 Monaten über die Rechtmäßigkeit oder Unrechtmäßigkeit des Ausschlusses.
Von dem verbandsrechtlichen Ausschluss seien aber zivilrechtliche Klagemöglichkeiten des ausgeschlossenen Mitgliedes unberührt. Auch das Kolpingwerk geht davon, dass Mitglieder die aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der AfD ausgeschlossen werden von der Mitgliedschaft bei Kolping von der Möglichkeit dieses Klageweges Gebrauch machen werden.

Vor der Mittagspause wurden dann noch der Rechenschaftsbericht vorgestellt und der Kassenbericht für 2025 erörtert. Anschließend erfolgte der Bericht der Kassenprüfer. Der Landesvorstand wurde sodann inhaltlich von den Delegierten entlastet.

Nach der Mittagspause wurde zunächst 3 Mitglieder vom Landesvorstand verabschiedet, und zwar Rudi Brinkmann nach vielen Jahren als Beauftragter für die Kolping Einrichtungen und Jan Klumpe und Carolina Moreira Killmann aus der Landesleitung der Kolpingjugend, letztere nach 8 Jahren.

Bei den anschließenden Wahlen wurden Astrid Stuckenberg als stellvertretende Landesvorsitzende, Thorsten Siefert als Vorsitzender des LFA „Arbeit und Gesellschaft sozial gestalten“, Eckart Stein als „ Querschnittsbeauftragter“ und Monika Südbeck-Hörmeyer als Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit in ihren Ämtern wiedergewählt. Neu im Amt des „60Plus Beauftragten“ wurde Ludger Niemann aus der Kolpingsfamilie Schwichteler gewählt.
In die Landesleitung der Kolpingjugend wurden Maren Schneider und Annika Torbecke wiedergewählt und Jakob Vorwerk und Klara Dammann neu gewählt.

Die Delegiertenversammlung mit der JDV wird 2027 die Kolpingsfamilie Essen i.Oldb. ausrichten, die sich kurzfristig in der Versammlung hierum beworben hatte.
Für den Tag der Treue 2027 hatte sich die Kolpingsfamilie Scharrel beworben und sie erhielt den Zuschlag.

Den Delegierten wurde sodann von der aktuellen Mitgliederwerbekampagne berichtet, welche bislang zu 140 Neuaufnahmen geführt habe, sowie der Ukraine Hilfsaktion.
Innerhalb von1 Monat konnten hierfür über 27.000,00 EUR an Spenden eingenommen werden. Hiervon wurden 400 Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikel gepackt, 5 Powerstationen für je 1100,00 EUR gekauft und diese werden mit medizinischen Hilfspaketen in Kürze mit einem Bus in Begleitung von 6 Personen, darunter dem Geschäftsführer des Kolpingwerkes Land Oldenburg Andreas Bröring, zwei Mitgliedern aus dem Fachausschuss 'Internationalität und Eine Welt' und einem Mitglied der Kolpingsfamilie Visbek sowie Herrn Andreas Pörschke aus Diepholz, der dieses unentgeltlich übernimmt, in die Ukraine gebracht.

Zum Schluss der Versammlung überreichte der Vorsitzende des Bezirks Löningen und neue Vorsitzende des neuen Bezirks Cloppenburg-Löningen nach dessen Zusammenschluss, Rudi Brinkmann, noch 3 Schecks über 390,00 EUR für das Ukraine-Projekt, und jeweils 400,00 EUR für das Indienprojekt und das Ukraine-Projekt.

Nachdem die Landesvorsitzende der Kolpingsfamilie Wilhelmshaven ihren Dank für die tolle Organisation und Durchführung ausgesprochen hatte, wurde nach dem Kolpinglied allen Delegierten für die Teilnahme gedankt und eine gute Heimreise gewünscht.

Text: Monika Südbeck-Hörmeyer

Bilder: Monika Südbeck-Hörmeyer & Andreas Bröring

 
 
 
 

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