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27.03.2022

Delegiertenversammlung Kolpingwerk Land Oldenburg in Vechta

Delegiertenversammlung Kolpingwerk Land Oldenburg am 26.03.2022 in Vechta

Am 26.03.2022 fand die Delegiertenversammlung des Kolpingwerkes Land Oldenburg in den VEC-Hallen in Vechta statt.

Die Veranstaltung begann auch in diesem Jahr mit einer Andacht, vorbereitet vom Landespräses, Pfarrer Stefan Jasper-Burns, und dem Vorsitzenden des Arbeitsausschusses „Kirche mitgestalten", Heinz Kranz. Die Andacht stand aufgrund der schwierigen Situation angesichts des Ukraine-Krieges unter dem Motto „Gewaltlosigkeit“. In der Andacht wurde wieder namentlich der verstorbenen Kolpingmitglieder der Kolpingsfamilien gedacht.

Die Landesvorsitzende Gaby Kuipers konnte 86 Delegierte aus 7 Bezirken und 29 Kolpingsfamilien begrüßen sowie den Landrat des Landkreises Vechta, Tobias Gerdesmeyer und den stellvertretenden Diözesanvorsitzenden vom Diözesanverband Münster, Heribert Knollmann und weitere Gäste.

Auch in diesem Jahr musste die Landesvorsitzende darauf hinweisen, dass Corona bedingt wieder viele Veranstaltungen nicht oder aber auf ganz neue Weise durchgeführt werden mussten, sie aber guter Hoffnung sei, dass das Verbandsleben nun aber nach und nach wieder langsam Fahrt aufnehme.

Der neue Landrat des Landkreises Vechta, Tobias Gerdesmeyer, verwies in seinem Grußwort darauf, wie wichtig Kolping gerade auch in diesen schwierigen Zeiten für die Region sei.
Da die zwischenmenschlichen Beziehungen in der Corona-Pandemie auf der Strecke geblieben seien und mit dem Ukraine-Krieg eine weitere schwierige Situation in der Welt dazugekommen sei, sei das Ehrenamt mehr denn je gefragt und hier zeige sich Kolping, was Kolping ausmacht. Kolping steht für Gemeinschaft und Miteinander, setzt sich für gute Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung ein und leistet Unterstützung, wo sie benötigt wird.

Dem Grußwort von Tobias Gerdesmeyer, folgte ein Grußwort von Heribert Knollmann vom Diözesanverband Münster.

Sodann standen die Neuwahlen zum Landesvorstand an sowie die Verabschiedung von langjährigen Vorstandsmitgliedern.
Verabschiedet wurde Heinz Kranz in seiner Funktion als Vorsitzender des Fachausschusses „ Geschmack am Glauben finden“, die Familienbeauftragte Agnes Beckmann sowie der stellvertretende Landesvorsitzende Jan Frerichs.
Ebenfalls wurde Bernard Dalinghaus offiziell als Vorsitzender des Fachausschusses „Internationalität und Eine Welt“ verabschiedet, indem der Generalsekretär des Kolpingwerkes International, Markus Demele, ihm eine Urkunde von Kolping International für seinen jahrzehntelangen Einsatz überreichte.

Nach dem Mittagessen wurden die Wahlergebnisse verkündet. Alle zur Wahl stehenden Kandidaten wurden mit großer Mehrheit, teils sogar mit 100 % der abgegebenen Stimmen in ihren Ämtern bestätigt bzw. gewählt. Gaby Kuipers bleibt Landesvorsitzende sowie Wolfgang Vorwerk stellvertretender Landesvorsitzender. Stefan Jasper-Bruns wurde als Präses ebenso wiedergewählt wie Alfons Völkerding als Seniorenbeauftragter. Heinz Kranz wurde als geistliche Verbandsleitung und Anika-Jasmin Frerichs als Familienbeauftragte neu gewählt.

Als neues Mitglied des Wahlausschusses wurde Bernd von Lehmden gewählt sowie neue Mitglieder der Landesfachausschüsse bestätigt.

Im Anschluss daran referierte der Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerkes, Markus Demele zum Thema „ Über 50 Jahre Kolping Entwicklungszusammenarbeit – eine Erfolgsgeschichte“.
Er zeigte auf, dass unsere Welt heute geprägt ist von Ungleichheit und Armut und die Entwicklungsarbeit gravierende Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie erlitten hat und die Folgen des Ukraine-Krieges diese Probleme künftig noch verschärfen werden.
Insbesondere in den Ländern im globalen Süden, ganz besonders in Afrika, werden sich die Probleme in den kommenden Jahren gravierend verschärfen. Denn wenn es dort aufgrund der Klimaveränderungen immer weniger regnet, kann nicht geerntet werden. Ohne Ernte, gibt es große Hungersnöte. Auch die medizinische Versorgung ist nicht annähernd so, wie wir sie kennen. Es gibt kaum Ärzte und Krankenhäuser und so gut wie überhaupt keine zahnmedizinische Versorgung. Wenn ein Kind erkrankt, wissen die Menschen oft gar nicht, wohin sie sich wenden können, um überhaupt eine Diagnose der Krankheit erhalten können.
767 Millionen Menschen leben dort in unverschuldeter Armut, das bedeutet, dass sie am Tag über weniger als 1,9 US-Dollar an Einkommen verfügen. Die Hälfte der von Armut betroffenen Menschen sind Kinder. 1/3 dieser Menschen verfügen über kein sauberes Trinkwasser.
Corona hat diese Misere sogar drastisch verschlimmert, da ausländische Unternehmen in dieser Zeit weniger in den Entwicklungsländern investieren, die Haupteinnahmequelle vieler dieser Länder, der Tourismus, eingebrochen ist, mit der Folge das viele ihre Arbeit und damit ihre Kreditwürdigkeit verloren haben. Damit einher gehen Kapitalflucht und steigende Verschuldung dieser Länder. Aktuell sind 45 Millionen Menschen akut vom Hungerstod bedroht.
An dieser Stelle ist das Zitat von Eli Khamarov „Armut ist wie eine Strafe für ein Verbrechen, dass man nicht begangen hat „ treffender wie sonst wohl nirgends anders.

Kolping ist weltweit in mehr als 60 Ländern aktiv. Rund 9000 Kolpingsfamilien gibt es weltweit und die Zahl der Kolpingmitglieder steigt erfreulicherweise auch heute weltweit immer noch.
Kolping sieht seine Entwicklungszusammenarbeit darin, von Hilfe zum engagierten Ehrenamt zu gelangen, Entwicklung als Schaffung von Verwirklichungschancen zu sehen und Schaffung von Freiräumen. Bei Kolping wird der Einzelne und die Gemeinschaft in den Blick genommen und in diesen Bemühungen werde Kolping nicht nachlassen.

Im Anschluss daran erläuterte Heribert Knollmann die neue ab 2023 geltende Beitragsordnung für das Kolpingwerk Deutschland und wies noch einmal auf die digitale Veranstaltung zur neuen Beitragsordnung am 26.04.2022 hin.

Als nächster Tagesordnungspunkt stand die Vergabe des Ehrenamtspreises „Kolping Helden 2022" auf dem Programm. Dieser wurde in diesem Jahr Rudolf Bösing von der Kolpingsfamilie Cloppenburg verliehen.

Die Delegiertenversammlung 2023 wird die Kolpingsfamilie Barßel ausrichten.

Für den Tag der Treue 2023 wurde noch kein Ausrichter gefunden.

Am 25.06.2022 wird es einen Tag der offenen KOLPING Tür in Vechta geben.

Gegen 16.00 Uhr wurde die Delegiertenversammlung mit dem Kolpinglied beendet und allen Delegierten wurde eine gute Heimfahrt gewünscht.

Bericht und Bilder: Monika Südbeck-Hörmeyer

 
 
 
 

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D-49377 Vechta

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Telefon: 04441 872-273
Telefax: 04441 872-458
kolpingwerk@bmo-vechta.de

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