05.02.2025
Auf Einladung des Kolpingwerk Land Oldenburg in Kooperation mit dem Bezirk Vechta und der Kolpingsfamilie gastierte das Kammertheater aus Münster 'Der kleine Bühnenboden' in Vechta mit ihrer Inszenierung zur Correktiv-Recherche zum AfD-Treffen in Potsdam. Dieses Treffen - für viele bekannt geworden unter dem Titel 'Geheimplan gegen Deutschland' - hatte zum Ziel, über einen Masterplan zu sprechen, um Millionen von Menschen aus Deutschland abzuschieben. Die Remigration von Millionen von Menschen mit Migrationshintergrund hatten vor einem Jahr zu bundesweiten Massendemonstrationen geführt. An diesem Treffen haben zahlreiche AfD Mitglieder teilgenommen, Neonazis, finanzstarke Unternehmen aber auch zwei CDU-Mitglieder aus NRW, die der Werteunion angehören.
Die Ausführungen der szenischen Lesung haben große Betroffenheit ausgelöst, da sie an die dunkelsten Zeiten unserer Geschichte erinnerte. Um sich juristisch abzusichern, kamen Teilnehmer und Organisatoren dieses Treffen als sogenannte Bühnenfiguren zu Wort. Denn immer wieder versuchen diese, durch Klagen die gesamte Recherche in Zweifel zu ziehen.
Im Anschluss hatten alle Besucher Gelegenheit in einer gemeinsamen Diskussion, moderiert von Julian Hülsemann von der Initiative Partnerschaft für Demokratie, ihre Eindrücke und Fragen zu Wort zu bringen. Hiervon machten einige der Besucher auch Gebrauch.
In der Diskussion wurde deutlich, dass wir für die Werte und für eine freiheitliche Gesellschaft aktiv einstehen müssen. Würden diese Pläne irgendwann Realität, sind die Grundfesten unserer Demokratie gefährdet.
Es wurde in diesem Zusammenhang auch an einen Unvereinbarkeitsbeschluss des Kolpingwerkes Deutschland erinnert, der eine gleichzeitige Mitgliedschaft im Kolpingwerk und in der AfD ausschließt. Wurde vor einem Jahr noch hinter vorgehaltener Hand von Remigration gesprochen, so habe dieser Begriff mittlerweile Einzug gehalten in den Sprachduktus der AfD. Dies mache deutlich, dass sich die Grenze des Nichtsagbaren immer weiter verschiebe.
In diesem Kontext wurde auf den Wahlaufruf des Kolpingwerkes Land Oldenburg aufmerksam gemacht. Hierin heißt es u. a. "Als Kolpingwerk setzen wir uns für christliche Werte ein und nicht für eine Kultur der Ausgrenzung und ein Weltbild von Vorurteilen, wie es die AfD tut. Eine Stimme für die AfD ist eine Stimme gegen die Werte, die unsere Gesellschaft stark machen."
Wir müssen den Mut haben uns klar von der AfD abzugrenzen und jeder Form des Rechtsextremismus entschieden entgegen zu treten. Wenn wir es ernst meinen mit 'nie wieder', dann müssen wir begreifen, dass 'Nie wieder JETZT ist!'
Die Lesung endete mit einem Zitat von Marcel Reif "Sei ein Mensch - sei ein Mensch"!
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